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Takustraße 3
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Science Café in der Urania Berlin: Winter 2005/06

 

28. Mai 2006:
Natürlich, naturidentisch, künstlich - Kalte Wissenschaft gegen romantische Natur?

Eine alte, romantische Sichtweise sieht den Menschen als Teil der Natur, während Wissenschaft und Technik "Künstliches" produzieren. Aber ist Wissenschaft unabhängig von der Natur überhaupt möglich? Ist das Natürliche immer gut, das Künstliche automatisch schlecht? Wie verlässlich kann man die Folgen neuer Technologien abschätzen? Wie hoch ist das Risiko, das wir bereit sind, mit neuen Entwicklungen einzugehen? Warum machen neue Technologien Angst? Wer kann das beurteilen, wer darf entscheiden?

 

30. April 2006:
Wissenschaft und Geld - Die Grenzen des Finanzierbaren? Wer zahlt, schafft an?
(Gast: Dr. Peter Heil, Deutsche Forschungsgemeinschaft)

Die High-Tech Forschung stößt an die Grenzen des Finanzierbaren: Teilchenbeschleuniger, Fusionsreaktoren und Weltraumprojekte verschlingen Milliarden. Ein Teil davon kann nicht realisiert werden, und zentrale Fragen über den Zusammenhalt der Materie und den Ursprung des Universums können deshalb (vorerst) nicht beantwortet werden. Scheitert damit die Wissenschaft an Geldmangel? Andererseits: Ist es verantwortbar, Milliarden Euros in einen Teilchenbeschleuniger zu investierenn, während Milliarden Menschen hungern? Wer setzt die Prioritäten zwischen Grundlagen- und angwandter Forschung? Sind nur industriell verwertbare Ergebnisse wichtig? Bestimmt der Markt oder der Steuerzahler die Forschungsthemen?

 

29. Januar 2006:
Das spielt sich alles von selber ein? Selbstorganisation, Evolution und Intelligent Design

Selbstorganisationsprozesse sind allgegenwärtig, woran kann man sie erkennen? Oder sehen wir einfach nicht das ordnende Prinzip, die steuernde Hand? Was hat das mit Ockhams Rasiermesser zu tun? Die Flugmuster von Vogelschwärmen sehen planmäßig und koordiniert aus, wie geht das? Wieso brauchen Ameisenhaufen keine Verkehrssteuerung? Warum funktioniert Verkehrssteuerung nicht? Kann man Evolution und "Intelligent Design" am Ergebnis unterscheiden? Und wer kann beweisen, dass das fliegende Spaghetti-Monster nicht existiert?

 

26. März 2006:
Fälschungen, Fehler, Unsicherheiten - Können wir der Wissenschaft trauen?

Spektakuläre Fälschungen und Fehler gibt es in der Wissenschaft immer wieder - wie erst kürzlich im Fall des koreanischen Stammzellenforschers Hwang und des deutschen Nanophysikers Jan Hendrik Schön. Wie werden wissenschaftliche Erkenntnisse überprüft, begutachtet, gesichert? Wie kann man Fälschungen erkennen? Wie sichert man sich gegen Fehler ab, etwa Messfehler, statistische Fehler, Rechenfehler?

 

4. Dezember 2005:
Das naturwissenschaftliche Weltbild

Gibt es "das naturwissenschaftliche Weltbild", oder gibt es viele? Kann man sich aus Schulwissen ein Weltbild zusammensetzen? Wie erlangt man Übersicht über die Welt, über Längen- und Zeitskalen, die viele Zehnerpotenzen umfassen? Steht "die Welt als Ganzes" irgendwo auf dem Lehrplan? Passt Zufall in's Bild? Spielt der Mensch eine Rolle?

 

6. November 2005:
Wer versteht das noch? Wird die Wissenschaft zu kompliziert?

Was tut sich in der Forschung? Wie kann man lernen "was sich tut"? Oder wird das einfach zu kompliziert zum Erklären? Versuchen das die Zeitungen und Magazine noch, oder haben die auch schon Angst vor der Wissenschaft? Wie viel darf man den Lesern/Zuhörern "zumuten"? Müssen die Wissenschaftler der Öffentlichkeit erklären können, was sie tun? Müssen sie in zwei Sätzen erklären, was sie tun? Können die sich überhaupt gegenseitig noch erklären, was sie tun?

 
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