Bitte beteiligen Sie sich an der Evaluierung meiner Lehrveranstaltungen. Ich freue mich natürlich immer darüber, wenn positive Bewertungen und Kommentare geäußert werden. Das motiviert für die Zukunft!
Ich bemühe mich aber auch Kritik umzusetzen. Nutzen Sie dafür bitte ausführlich die Möglichkeit zu Freitextkommentaren. Je konkreter und konstruktiver sie sind, desto eher kann es gelingen, die Veranstaltungen zu verbessern. Bitte verstehen Sie aber auch, dass manche organisatorische Dinge sich vielleicht nicht immer so ohne weiteres ändern lassen.
Um direkt zum richtigen Evaluierungsfragebogen zu gelangen, geben Sie hier einfach Ihr Token ein und klicken auf "Send". Für das WS 08/09 ist die Evaluierung beendet.
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SS 10: Freisemester
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SS 10: Freisemester
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Die Ergebnisse der Evaluierungen lese ich sorgfältig - auch wenn der eine oder andere Freitextkommentar das Gegenteil vermutet. Der Transparenz halber veröffentliche ich die Ergebnisse meiner bisher an der FU Berlin evaluierten Veranstaltungen zusammen mit den Freitextkommentaren, die ansonsten nicht für alle einsehbar sind. Wenn weniger als fünf Personen evaluiert haben, stelle ich die Evaluierung mangels Repräsentativität nicht ein.
Es ist mir bewusst, dass meine Vorlesungen erheblichen Einsatz seitens der Studierenden erfordern. Das ist auch gut so! Und vor allem ist es gerade genau so beabsichtigt. Es ist nicht die Aufgabe der Universität, das Studentenleben zu versüßen. Der hohe Einsatz, der von Ihnen verlangt wird, ist genau das Entscheidende beim Lernen! Nur durch die Intensität, mit der Sie bei einer Veranstaltung mitarbeiten, werden Sie einen nachhaltigen Lernerfolg haben. Alles andere ist Bulimie-Lernen: Schnell vollstopfen, zur Klausur wieder auskotzen und anschließend gleich wieder vergessen. Davon haben Sie doch nichts! Weder im Studium, noch - und vor allem nicht - danach.
Ich experimentiere ja immer wieder gerne bei den Lehrveranstaltungen. Im WS 07/08 habe ich deswegen in der OC I-Vorlesung versucht, die Studierenden dadurch zu mehr Eigenaktivität anzuregen, dass sie füreinander und für die folgenden Semester ein Skript erstellen. Die nötige Software zum Zeichnen habe ich angeboten, ein Templat zur Verfügung gestellt und angeboten, die Entwürfe durchzusehen und am Semesterende zu einem Skript zusammen zu fügen.
Ergebnis: Für die ersten 10 Doppelstunden fanden sich Freiwillige, für die ersten vier Doppelstunden gab es tatsächlich einen Entwurf. Danach haben wir das Experiment eingestellt. In der Evaluierung wird in den Freitextkommentaren ein Script angemahnt...
Viel brauche ich wohl dazu nicht zu sagen, außer vielleicht: Wer faul auf seinem Hintern sitzt und die sich ihm/ihr bietenden Chancen nicht wahrnimmt, soll nachher halt nicht meckern! Wenig leisten - viel erwarten? Diese Devise hilft leider kaum durchs Leben, auch wenn einem das Heile-Welt-Eltern und Heile-Welt-Lehrer durch die ganze Jugend hindurch so gerne vorgaukeln! Glaubt ihnen nicht, das sind die Lebenslügen einer Wohlstandsgesellschaft!
Zur Vorlesung Physikalisch-Organische und Supramolekulare Chemie im SS 2008 gibt es einen wundervollen Freitextkommentar. Wer will kann ihn sich oben ansehen. Hier nur der Hinweis darauf, dass aus reinen Kohlenwasserstoffen beim Erhitzen mitnichten Wasser und Kohlendioxid wird, selbst dann nicht, wenn Sie sich anstrengen und sehr hoch erhitzen. Da sind die Kohlenwasserstoffe sehr eigen. Sie wollen einfach partout nicht verbrennen, wenn Sie nicht noch Sauerstoff dazu tun...
Aber ernsthaft: Bei dieser Vorlesung fällt mir immer wieder auf, welche drastischen (!!) Lücken viele Studierende haben. Muss wohl am Bulimie-Lernen (s.o.) liegen? So fehlt bei vielen nahezu vollständig eine Vorstellung davon, wie Moleküle dreidimensional aussehen. Dazu kommt, dass oft genug die Interpretation von Keilstrich-Formeln noch Überlegung braucht und damit in der Klausur wertvolle Zeit. So etwas muss automatisiert sein. Im Masterstudium spätestens darf ich das erwarten! Und ich werde das auch weiterhin erwarten, selbst wenn ich regelmäßig damit Schiffbruch erleiden sollte. Darüber kann es keine ernsthafte Diskussion geben!
Dann fehlen grundlegende Kenntnisse zu den allereinfachsten Basisreaktionen. Die Verseifung von Estern unter wässrig-sauren Bedingungen beispielsweise, haben Sie erstmals in der Schule durchgenommen, dann in OC I, dann in OC II mit allen Varianten, die es dazu gibt. Warum sind trotzdem über 30% der Studierenden in meiner Vorlesung nicht in der Lage, diesen simplen Mechanismus in der Klausur zu formulieren, der eigentlich ja nur gefragt war, um ihnen für den Rest der Aufgabe eine Hilfestellung zu geben? Himmel nochmal, aber wenn Sie schon mindestens sechs Semester nicht wirklich gelernt haben, dann sollten Sie damit so langsam mal anfangen. Manchmal ist es echt zum Verzweifeln!!